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Ein Jahr PINTILES

Wie alles begann:

Heute Abend ist der perfekte Zeitpunkt unseren Blog zu starten und über die Geschichte von PINTILES zu berichten; wie PINTILES entstanden sind und was wir auf dem Weg bisher gelernt haben.

Kurz nach dem Design Studium

Das Projekt PINTILES begann ziemlich genau heute vor einem Jahr. Direkt nach der Präsentation unserer Masterarbeiten waren wir Designstudenten natürlich erstmal ein paar Bier trinken, um unseren Abschluss zu feiern. Die Erkenntnis kam plötzlich: wir waren unsere Pflichten als Studenten los und schauten nun auf eine Welt voller Möglichkeiten. Vielleicht hat uns aber auch das Bier dazu gebracht uns unbesiegbar zu fühlen und wir haben in Wirklichkeit nur auf einen dunklen abgenutzten Eichenholztisch eines Münchner Brauhauses geschaut. Wichtig war das Gefühl, das wir in dieser Nacht hatten.
Lange vor den Abschlusszeugnissen war damit das Studium für uns vorbei. Ein kleiner Nachhall dieses Freiheitsgefühls blieb mir auch in den Tagen danach erhalten. Besonders als ich vor der Entscheidung stand, was ich den Rest meines Lebens eigentlich so machen will. Ich habe mich dagegen entschieden, mein Design-Portfolio aufzupolieren, um mich damit bei renommierten Firmen für eine Junior- oder Trainee-Stelle zu bewerben. Stattdessen habe ich begonnen an einer Idee zu arbeiten, die ich schon lange im Hinterkopf hatte und für die nun endlich die Zeit gekommen war: PINTILES. Ein wirklich wichtiger Grund für diesen Schritt stammt aus einem kurzen Gedankenexperiment, das ich euch nur ans Herz legen kann: Ich habe mir vorgestellt, dass ich auf mein Leben zurückblicke, wenn ich einmal 75 Jahre alt bin. Ich überlegte, was mein Leben beinhalten sollte, um sagen zu können, dass es ein gutes Leben war und ich glücklich damit sein kann. Ich habe mir vorgestellt, dass ich mir nie vorwerfen möchte, mich nicht getraut zu haben mal was Eigenes zu starten. Ich will stattdessen einmal sehen, was die Welt zu meinem Design sagt. Also habe ich einfach mit der potenziell besten Idee der letzten Jahre angefangen.

Macroaufnahme aus meiner Masterarbeit

Die Entwicklung

Man kann unmöglich ein ganzes Jahr Entwicklungsarbeit in einen Blogpost packen. Um ehrlich zu sein wäre das wahrscheinlich auch ziemlich langweilig. Unsere Entwicklung war ein langwieriger, iterativer Prozess, bei dem wir sehr viel aus Fehlversuchen gelernt haben. Manchmal mussten wir tapfer bleiben und einfach weiter nach Lösungen suchen. Schritt für Schritt. Es standen aber zunächst unglaublich viele Aufgaben an. Wir brauchten einfach alles:

  • einen Namen
  • einen guten Hautkleber
  • ein Material, das sich für die Anwendung auf der Haut eignet
  • ein Übertragungssystem
  • eine Webseite
  • ein Logo
  • eine Design-Kollektion
  • eine Verpackung
  • Verpackungslabel
  • eine Gebrauchsanleitung
  • eine Rechtsform für die Gesellschaft
  • Die unterschiedlichen Themenfelder sind beinahe unendlich und die Liste hier ist bei weitem nicht vollständig. Sehr viele dieser Themen haben wir oft mit unseren Freunden und Familien diskutiert. Zum Beispiel bei der Namensfindung. Als Arbeitstitel hatten wir Skinjewels, wussten aber gleich, dass dieser Name schrecklich war. Es musste also ein neuer her, bevor wir damit an die Öffentlichkeit gingen. In einem zweitägigen Workshop haben wir alle Inspirationen auf einen riesen Bogen Papier geschrieben. Nach einem weiteren Tag und etwas Abstand ist uns aufgefallen, dass da nur Quatsch draufstand. Die Inspirationen waren leider relativ platt und sowieso waren die URLs für 98% dieser Namen längst vergeben. Also haben wir qualitativ recherchiert und nach guten Inspirationen gesucht: das Beste aus dieser Recherche war die Idee einen neuen Metallnamen zu finden. Unser Vorschlag: Kaladium. Oder alternativ: eine neue Art von Gemeinschaft mit den Namen Paragon Tribe. Ich habe mich dann ganz stolz mal wieder mit meinen Designfreunden auf ein Bier verabredet und die beiden Vorschläge vorgestellt. Deren Reaktion auf meine Ideen hat mich sehr schnell davon überzeugt, dass beide Namen zu kompliziert waren und viel zu weit weg von dem was ich eigentlich mache. Wir haben uns an dem Abend noch gemeinsam den Namen PINTILES ausgedacht. Eine Mischung aus Pin (Anheften) und Tile (Kachel). Außerdem ein englischer Klang, damit der Name auch international funktionieren kann. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie froh ich war, als ich am nächsten Tag herausgefunden habe, dass die URLs für genau diesen Namen noch nicht vergeben waren. Also habe ich sie gleich gekauft und den Namen auch bei den großen sozialen Netzwerken registriert.
    Letztendlich kann ich sagen, dass viele Entwicklungsschritte zusammen mit Freunden gemacht wurden und wahrscheinlich auch noch einige durch sie beeinflusst werden. Es ist immer die beste Idee mit Freunden über aktuelle Probleme zu sprechen. Das bringt mich immer viel schneller voran und das eigentlich in allen Lebensbereichen.
    An dieser Stelle vielen Dank an all die Helfer und Inspirationsgeber, ohne die PINTILES niemals so gut wäre, wie es aktuell ist.

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